Kapitel 39, 40 und 45 eingelangt

07Nov10

Nun sind gleich 3 neue Kapitel von Irene Wondratsch eingelangt. Ich habe sie vorläufig (fiktiv) mit 39, 40, 45 eingereiht. Es bleiben in jedem Fall Möglichkeiten für interessante Zwischenkapitel wie zB das Entstehen der tatsächlichen Liebesgeschichte. Insbes. würde etwas Leidenschaft der Story ganz gut tun… 

 



3 Antworten auf „Kapitel 39, 40 und 45 eingelangt“

  1. Hallo,
    Sehr geehrter Herr Baco,
    ich würde ja gern dran teilnehmen, aber ich finde die Vorkapitel nicht und weiß drum gar nicht, was ich schreiben soll,
    können Sie mir da was mailen, wo ich mich dann anschließen kann?
    Wäre Ihnen für mehr Infomaterial dankbar (Wettbewrbsbedingungen gelesen), fehlt nur eine Geschichtenanschlussmöglichkeit an die Vorkapiteln bzw. die Vorkapitel selbst.
    Mit freundlichen Grüßen
    Fariba Bonrouhi
    P.S.: Könnten Sie mir diese an meine E-mail-Adresse schicken?

  2. Ach, vergessen sie doch meine Mail vom 09.11. einfach. Schließlich habe ich die anderen Kapitel ja doch noch gefunden, und jetzt kann ich gar nicht mehr damit aufhören, bei ihnen etwas infolge einzureichen. Mein Vorab-Kapitel müssten Sie ja schon bekommen haben und hier, im Anhang an meine Ansprache an Sie, Herr Walter Baco, da geht es folgendermaßen weiter… (gez. Fariba Talejman)

    Ich, nun allein bei mir zu Hause…
    Und da, wieder nervtötende Klavierklänge, als wollten sie mir sagen:
    -Aufwachen! Aufhören zu träumen, muss ich mir nun selbst klarmachen. Aber ich muss es doch herausfinden. Ich brauche doch das Geld!
    - Nein, ich werde weder Schamane, noch Bramahne mit merkwürdig buddhistischen Ideen im Kopf wie das Finden, Verehren und Anbeten eines Affen-Dalai-Lamas, und ich muss noch mal mit Jupp reden wegen der Klavierspielerei hier in diesem Hause. Wie soll man denn hier in Ruhe über sein weiteres Leben nachdenken! Hey, das ist verdammt noch mal ein todernstes Thema! – Und dieses gottverdammte Totenkopfäffchen, dieses scheinheilige und angeblich so talentierte Affengottebenbild spielt doch in Wahrheit grottenschlecht Klavier! Janina hat wenigstens Talent, obwohl sie mich nervt. Aber ich stehe nun mal nicht auf Beethovens Fünfte: „Da klopft das Schicksal an die Tür“!
    Ach, nun muss ich doch wieder mit Jupp reden. Ach, wie von Liebe verblendet, kann man eigentlich sein?
    Ich greife zum Telefon und wähle nun doch wieder seine Nummer und welch’ ein Glück, er geht noch dran:
    -„Schmitz?“
    -„Jupp?“
    -„Ja, Eduardo, du Supertalent?“ und kichert…
    -„Ha-ha-ha! Du, Jupp, ich bin jetzt echt nicht für deine ironischen Scherze zu haben. Weißt
    du, es ist noch mal wegen dieser Klaviersache, du verstehst, dabei geht es nicht bloß um das
    Äffchen!“
    -„Oh, das Äffchen hat Janina sogar einen Besuch abgestattet, aber ja, ich weiß, was du jetzt
    denkst. Aber wie soll ich es Janina denn sagen? Sie ist total entzückt von „Holy Mr.
    Deadhead“.
    -„Ja, typisch Frau. Dabei ist gerade dieses Totenkopfäffchen ein ziemlich misslungenes
    Exemplar, geschweige denn „heilig“, das ist doch alles Dummfug! Und wie willst du
    künftig leben? Und von was, wenn wir nicht weiter nach Plunder suchen gehen.“
    -„Du meinst Klauen. Nein, nicht mehr mit mir!“
    - „Und du mit deinem so genannten Aquarium? Zwei Goldfischen im Wasserglas? Hast du es
    Ihr gezeigt, dein Aquarium? Ich wette, sei war schwer enttäuscht!“
    -„Nein, gar nicht. Sie fand es sogar sehr romantisch. Zwei arme Fischlein wie du und ich, hat
    sie zu mir gemeint, und meinte natürlich, mich und sie damit!“
    -„Ja, das ist mir schon klar. Schließlich bin ich nicht schwul! Aber ihr seid doch beide so was
    von verblendet. Seht Euch doch mal realistisch! Ihr habt doch beide nichts!“
    -„Ach weißt du was: Sprich doch mal etwas leiser. Sie ist gerade bei mir! Du störst uns
    Gerade bei unserem gemeinsamen Hobby, dem Briefmarkenaustauschen!“
    Klack! Und hängt wieder ein!
    -Na, toll! Und was wird nun aus mir? – Ich weiß es: Ich gehe jetzt zum Bollinger mit einer Knarre in der Hand und sage: Her mit dem Testament, Du Schmarotzer und Erbschleicher! Und such’ dir endlich ’ne eigene Wohnung! Du schickst deinem armen Tantchen im
    Altersheim wohl noch deine Strom- und Wasserrechnung! Du blutest sie doch bloß aus!

    Auf, geh’ zum Arbeitsamt! Und such’ dir, wie ich es getan habe, wenigstens mal für 1 1/2 Jahre einen 1- € – Job, Du fauler Aasgeier!
    - Und ich? Ich sollte vielleicht auch noch mal hingehen und nach einem weiteren 1€-Job
    betteln. –
    Oder, Moment mal, da kommt mir eine noch viel genialere Idee:
    Ich erkläre mich ab sofort für verrückt: Ich werde zum Zwängler, der alle seine Vorgänge dreimal wiederholen muss, ehe weitergeht – oder ich werde zum Neurotiker
    und fürchte mich ab sofort vor Bakterien, die ja überall lauern und fasse keinen Türhenkel mehr, ohne Händeerfrischungstüchlein an. –
    - Oder ich werde uneinsichtig essgestört – obwohl auf Essen zu verzichten trotz Hungergefühl
    liegt mir nicht – ebenso wenig wie mich zu über- gar schlecht zu fressen. – Nein danke, ich
    glaube, das ist keine so gute Idee. – Aber ich bekäme dann wenigstens einen Arbeitsplatz in
    einer P-Werkstatt, denn ich bin das Suchen leid!
    Ich bin halt auch bloß ein Taugenichts, den niemand haben will!
    Aber wenn ich jetzt einen auf Van Gogh tun würde, indem ich behaupte, dass ich mir gern an meinem Ohrläppchen herumschnipple, dann wäre ich wenigstens wer!
    - Oder ich erkläre mich für total schizophren und unterhalte mich mit Stimmen und Leuten, die nur ich allein sehen und hören kann, dann wäre ich mal so was wie interessant – Ja, es gibt sogar einen in letzter Art Schizophrenen, der sogar mal einen Nobelpreis gewonnen hat!
    Andererseits, immer so tun als ob – liegt mir das überhaupt? Was, wenn sie es merken? Werfen die mich dann aus der Werkstatt wieder raus, wenn sie herausfinden, dass ich im Grunde gar nichts hab’? – Ich müsste mir halt einen verdammt blöden Psychiater suchen und schauspielerisches Talent beweisen – oder?
    - Oder ist es nicht einfacher, den Volldeppen zu spielen, der so was von strunzdumm ist,
    dass er absolut gar nichts abrafft!
    - Oder nein! Jupp und ich, wir werden wirklich Drehbuchautoren und wir drehen einen
    kleinen Privatthriller? – Oder ist damit genauso schlecht Geld zu verdienen wie mit einem
    unbekannten Buch? Was hat er damit eigentlich vor? Eine Veröffentlichung würde ihn
    womöglich noch Geld kosten! Ihn kennt doch noch niemand. Er ist genauso ein Niemand
    wie ich! – Wenn, dann muss unser Buch schon einschlagen wie eine Bombe – das gleiche
    gilt für ein Amateurvideo. Das Beste wär’, wie stecken es ins Internet – Ach Mist! –Wieso brauch’ ich Jupp überhaupt? Warum mache ich mich so von ihm abhängig???
    Da wird mein Gedankenfluss jäh gestört: Und zwar von Tönen, die sich ein Seufzen anhören oder nein, wohl eher wie Stöhnen. Und ein Bett quietscht. – Oh ja, das sind sicherlich gerade Jupp und Janina! – Die mittellos schwer Beschäftigten!
    Die verschwenden zurzeit keinen realistischen Gedanken daran, wie es mit ihnen beruflich weitergehen soll!

  3. 3 Julia

    Wunderbar lebendig für mich dieser Teil. Vor allem weil sich der Protagonist “Stari-Eduardo” endlich aus der Abhängigkeit von Jupp lösen möchte. Schwebte mir auch vor;-) Doch ich denke es wird ein Irene Wondratsch-Walter Bac- Kooperationsroman, so kollegial ergänzend. Passt stilistisch besser zusammen als all die guten und neuen Ideen von diversen NachwuchsschreiberInnen.


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